CycladiaCalling – Resumee der Santorini-Tage

cycladia - Griechenlandführer für Anspruchsvolle Vom 19. bis 24. Mai 2011 war ich von der Cycladia, einem Griechenlandführer für Anspruchsvolle, nach Griechenland auf die Kykladen-Insel Santorini zusammen mit weiteren Bloggern eingeladen. Ziel der Einladung war es, der deutschsprachigen Welt ein anderes Griechenland näher zu bringen, das nicht von lauwarmen Gyros an der Pommesbude oder einem fettigen Suflaki vom Griechen nebenan geprägt ist. Hauptprogramm war für uns Blogger daher Schlemmen in Fünfsterne-Hotels und wow, wir haben wirklich extrem gut gespeist und luxeriös, absolut komfortabel und wunderschön direkt in der Steilküste der Caldera mit Ausblick auf die Caldera gewohnt.

Bilder der Reise mit teils sehr ausführlichen Kommentaren habe ich im Fotoblog unter dem Stichwort „Cycladia“ eingestellt. Die Reiseerzählung in Bildern beginnt über den Wolken.

Der Verlauf der Reise in Stichworten:

  • Donnerstag, 19. Mai 2011
    :: Anreise Athen
    :: Abendessen in der KUZINA
    :: Übernachtung im Akropolis Hill Hotel
  • Freitag, 20. Mai 2011
    :: Überfahrt mit der Seajet-Speedferry Superjet
    :: Begrüßung auf der Sonnenterrasse des Sunrocks in Fira
    :: Einchecken der Blogger in die jeweiligen Luxushotels von Süd nach Nord entlang der Caldera:
  • :: Spätes Mittagessen in der Anemos Beach Lounge in Perissa und Zeh ins Meer am Schwarzen Strand stippen
    :: Abendessen auf der nächtlichen Sonnenterrasse des San Antonio Hotels

  • Samstag, 21. Mai 2011
    :: Bustour zu einigen Touristenattraktionen der Insel: Museum Prähistorisches Thira (Thira ist der griechische Name von Santorini), Tasse Kaffee am Schwarzer Strand von Kamari und dann hinauf zum höchsten Aussichtspunkt der Insel dem Berg Profiti Ilias, ohne Halt vorbei an der Kirche von Pirgos und einem absoluten Ministop ohne Aussteigen bei den Höhlenwohnungen in den Erosionstälern von Santorini in Karterados kurz vor Fira
    :: Mittagessen im Fünfsterne-Hotel Kirini Suites & Spa in Oia
    :: Kleine Pause im Hotel zum Frisch machen
    :: Nach Sonnenuntergang zur Weinprobe ins Zannos Melathron Hotel zur Weinprobe mit anschließendem Abendessen zu fahren
    :: Einige zogen sich ins Hotel zurück andere kosteten das Nachtleben von Santorini bis morgens um 5 Uhr.
  • Sonntag, 22. Mai 2011
    :: Bootstour mit dem Katamaran der Caldera Yachting vom Hafen in Vlichada im Südosten um die Südspitze der Insel in die Caldera zu den noch aktiven Vulkaninseln Palea Kameni und Nea Kameni mit deren heißen Quellen, Mittagessen auf dem Boot und schwimmen im von den heißen Quellen gewärmten Meer
    :: Besichtigung des Notos Spa in Vlichada
    :: Erholungspause im Hotel
    :: Sonnenuntergang über der Caldera mit Cocktail im La Maltese in Imerovigli
    :: Molekular-Abendessen im Sunrocks in Fira
  • Montag, 23. Mai 2011
    :: Brunch im Katikies Hotel in Oia
    :: Shopping in Fira
    :: Rückreise mit der Speedferry Superjet
    :: Abendessen in irgendeinem Straßenlokal ums Eck mit griechischem Essen wie beim Griechen ums Eck hier in Deutschland
    :: Übernachtung im Arion Hotel im Psirri von Athen.
  • Dienstag, 24. Mai 2011
    :: Besichtigung der Agentur Mozaik unseres Gastgebers
    :: (Shopping-)Bummel durch Athen
    (Halbes) Lunch (im Rennen zur U-Bahn zum Flughafen)
    :: Rückflug

Alle Hotels, die ich gesehen habe, waren spitze und alle Speisen auf Santorini und in Athen in der KUZINA waren köstlich und ein Erlebnis für den Gaumen. Aber es war nicht alles schweinchenrosa schöne Wolke und superduper, am auffälligsten ist, dass uns Bloggern in der Vorsaison Dinner draußen serviert wurde. War es im San Antonio auf der Sonnenterrasse noch etwas windgeschützt und damit halbwegs erträglich, so war es in den Ruinen des Zannos Melathron schon als eisig zu bezeichnen und auch schätze ich es nicht sonderlich kleine Fleischstückchen mit dem Zahnstocher im Dunkeln von einer einst heißen Platte auf zu spießen. Dieser Faux Pas lastet um so schwerer, als ich durch unglückliche Umstände unzureichend gekleidet war und mir an diesem Abend eine böse Erkältung eingefangen habe, die erst jetzt drei Wochen später halbwegs abgeklungen ist. Das Ambiente in den Ruinen war sehr romantisch und das Hotel des Zannos Melathron ist fantastisch. Ich habe keine Zweifel, das der Chef des Hotels ein Gourmet-Mahl zaubern kann, das seines gleichen sucht und das Speisezimmer des Hotels ist nicht nur sehr schön, es ist auch historistisch romantisch und *snüff* wäre kuschelig warm gewesen sowie ausreichend beleuchtet, auch die verglaste Terrasse oberhalb der Ruinen hätte einen geeigneteren Rahmen geboten in Bezug auf Licht und Temperatur für den Imbiss nach der Weinprobe. Leider stießen meine Hinweise auf Mitleidende und direkte Klagen, weitgehend auf taube Ohren. Der Aufenthaltsort der Veranstaltung wurde nicht verlegt, stattdessen brachte man mir eine unzureichende Häckeldecke durch die der kalte Wind mehr oder minder ungehindert durch pfiff und bot mir an, den Abend allein oben wartend zu verbringen. Wer selbst Einfluss hat auf die Organisation, wird im Zannos Melathron also auch bei einer kalten Prise vom Meer sein Essen in ansprechenden und geeigneten Räumen genießen können. Wer einen Empfang in den Ruinen unterhalb des Chateaux plant, sollte allerdings für Licht, Wärmebrücken und warme, winddichte Jacken, bzw. Fleecedecken oder Heizstrahler sorgen, damit alle Gäste, ob nun ausreichend bekleidet oder nicht, das Event genießen können. Vom Manager eines Hotels auf diesem Niveau erwarte ich, dass flexibel auf Wetterbedingungen reagiert und ein geeigneter Rahmen geschaffen wird, so dass Speisen nicht mit dem mitgebrachten Handy ausgeleuchtet werden müssen, um zu sehen, was einem serviert wurde. So nett und unterhaltsam auch der Maitre de Maison Alexandros ist und so amüsant seine Fips&Facts auch waren, in der Bewertung hat ihn der Imbiss in den dunklen, zugig kalten Ruinen danach schwer heruntergezogen.

Mein Hotel, das San Antonio

Irgendwo im Netz in einem der Hotelbewertungsportale moniert ein Gast, dass das Hotel San Antonio JWD liegt und es keine vernünftigen Verbindungen nach Oia oder Fira gäbe. Das Hotel liegt JWD, doch das Hotel hat einen Chauffeurservice, es gibt auf der Insel jede Menge Möglichkeiten ein Fahrzeug zu mieten und keines der anderen Hotels bietet die Nähe zu Steilhang und Strand wie das San Antonio. Wäre ich nicht in der Itinery der Gruppenveranstaltung und mit der vermalledeiten Erkältung verplant und geplagt worden, so hätte ich mit einem eignen Mietwagen mir kein besseres Hotel auf der Insel vorstellen können. Aber auch dieses Hotel war nicht perfekt, was mich aber nicht von einer uneingeschränkten Empfehlung abhält. Ich habe meine Aufenthalt trotz des Vergessenen Begrüßungskorbes, der zu niedrigen Stühle bei der man die Tischplatte fast unterm Kinn hat und dem etwas späten Hinweis bezüglich des Chauffeurservice (wobei ich nun nicht weiß, ob Mietwagen oder Chauffeurservice günstiger ist …) und dem Sommerprogramm (etwas zu kühlen Ort für ein abendliches Dinner) in der Vorsaison (mir wurde im San Antonio unaufgefordert ein Schal angeboten, leider auch unzureichend für die Wetterverhältnisse), wobei dieser Abend noch ohne Folgen für meine Gesundheit ausfiel.

Wer eine Windjacke und eine warme Strickjacke im Gepäck hat, kann definitiv auch in der Vorsaison ein Dinner auf der Terrasse des San Antonio genießen, sollte man es wie ich vergessen haben, so wird man, wenn man nicht wie ich im Gruppenzeitplan gefangen ist, in Fira sicherlich geeignete und schöne Kleidungsstücke finden um dem Wetter entsprechend gekleidet seinen Urlaub zu genießen.

Wirklich gut aufgehoben ist im San Antonio, wer Probleme mit Treppen hat. Auch das San Antonio ist direkt in den Fels der Steilküste hinein gebaut, aber kommt ohne die für die Caldera-Hotels typischen elend langen, unregelmäßigen gestuften Treppen aus.

Frühstück auf der Sonnenterrasse des San Antonio

Neben den angenehmen Wegen von meiner Senior Suite zu den zentralen Punkten des Hotels, war es das Frühstück, das ich besonders genoss. Frühstücken kann man auf seiner privaten Terrasse vor der Suite auf Bestellung oder auf der allgemeinen Sonnenterrasse mit einem großzügigen Frühstücksbuffet. Ich habe das Hotel nicht auf die Probe gestellt, ob es mir milchzuckerfreie Milchprodukte servieren kann, dazu ist es zu einfach Laktase zum knacken der Laktose einzuwerfen und derlei Diätanforderungen sollten fairer Weise auch vor Antritt der Reise mit einem Hotel geklärt werden. Ich verzichtete in diesem Fall einfach auf Milch, Käse und Joghurt, was auch nicht schwer fällt, da mein Lieblingsgetränk in Griechenland ein süßer griechischer Kaffee ist, der ohne Milch serviert wird und einfach grandios schmeckt und ich die frischen Früchte und die Lachsbrötchen zum Frühstück mit Ausblick auf die Caldera sehr, sehr genossen habe.

Mitarbeiter und Management des Hotels waren aufmerksam, freundlich und haben eine für Fünfsterne-Hotels sicherlich übliche Can-Do-Haltung. Dies zeigte sich, als ich einen Tacken zu spät Shirts zum Waschen dem Hotel übergab und diese rechtzeitig und früher als in der Broschüre angegeben, sauber in meiner Suite für mich bereit lagen und als ich beschloss, meinen Koffer ohne mich zurück reisen zu lassen. Obwohl das Hotel keinen Kofferservice „Hotel zur Heimatadresse“ im Angebot hat, wurde für mich der Versand des Koffers mit einem Paketdienst arrangiert und ich reiste angenehm mit leichtem Gepäck zurück. Ein ganz dickes Dankeschön noch einmal für diesen Service. Ich gab meinen Wunsch dem Empfang bekannt, das Hotel erledigte den Rest.

Übrigens wer sich eine Senior Suite im San Antonio leisten möchte, sollte nach der Suite Eins fragen, sie liegt ganz außen und damit schlappen keine Gäste am Zimmer vorbei. Zu dieser Senior Suite gehören zwei Jakusi, eine große Wanne ala Pretty Woman im Bad der Suite und ein weiteres in der Nische der privaten Sonnenterrasse zur Suite.

Alles in allem habe ich Hotel und Essen extrem genossen, den Gruppentrott gehasst wie die Pest, vor allen Dingen weil man dabei nie wirklich Ruhe zum Fotografieren hat, irgendwer immer ungeduldig trippelt und einen mit Blicken ab straft, wenn man nicht dessen Tempo einhält; man dämlichen Mehrheitsentscheidungen unterworfen ist und selbst dann, wenn man wirklich maulfaul daherkommt und sich unsozial gibt, man trotzdem ständig irgendwem hinterher dappelt bzw. jemanden im Schlepptau hat; oder jemanden vor den Kopf stößt, weil man gerne auch allein frühstückt …

Abschließend sei gesagt …

Zu meinem Blogauftrag lässt sich abschließend sagen, Santorini ist eine Reise wert und die hier vorgestellten Hotels (auch das Zannos) bieten einen geeigneten Rahmen, um einen unvergesslich schönen Urlaub bei gehobener Küche zu erleben. Wie aber bei allem im Leben, nichts ist perfekt und ob man einen Urlaub genießt, liegt immer auch in der Hand dessen, der sich auf ein fremdes Land einlässt oder nicht. Ach ja ich habe übrigens keine Feindlichkeit gegenüber dem Deutschen angetroffen. Vielleicht, weil es mir egal war, ob der Taxifahrer den Taxameter an wirft ich mit keinem gehandelt habe, soweit wie möglich meine mehr als kümmerlichen Griechischkenntnisse zur Anwendung brachte und als ich die erste Kundin in einem Hutstand war, traditionsgemäß gerne „Kalorisio“ (Gute Geschäfte) wünschte. Vermutlich aber weil, wer mit einem Lächeln dem andern begegnet, meist auch ein Lächeln zurück bekommt.

Nachtrag: Hier noch ein Beitrag zu den fantastischen Speisen der Gourmet-Küche in den 4 und 5 Sterne-Hotels, in den wir das Privileg hatten diesen Kurzurlaub zu verleben: Auf Santorini ist’s auch lecker! .

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